Unser Vereinsgebäude Untere Badergasse 3

1865 das vor 1896 eingeschossige Wohnhaus Untere Badergasse 3 wird das Gebäude zum ersten mal in den Archivakten erwähnt, der Eigentümer Karl Vogel lässt durch den Zimmermann Johann Nestler eine der kleinen Gaupen auf dem Satteldach des eingeschossigen Hauses durch eine größere mit zwei Fenstern ersetzen, um den dahinter eingerichteten Wohnraum zu belichten
Ausschnitt aus der Stadtansicht Annaberg von Robert Wagner, der Pfeil markiert die Untere Badergasse, links das zweigeschossige Fabrikgebäude Nr. 1, das noch eingeschossige Haus Nr. 3 und das Eckgebäude zur Siebenhäusergasse Nr. 5 (Nr. 1 und 5 wurden 2005 abgebrochen)
1899 erwirbt der Kartonagenfabrikant Robert Friedrich das Grundstück, reist das vorhandene Gebäude ab und lässt das heute noch vorhandene Gebäude mit drei Etagen und Mansarddach errichten, im Erdgeschoss rechts wurde eine Wagenremise eingebaut er verkauft das Haus bald, um die sich schnell vergrößernde Produktion 1902 in die Adam-Ries Straße 47 zu verlagern, die Produktion umfasst u.a. wertvolle Etuis für Schmuckgegenstände, die in alle Welt exportiert werden, 1928 bringt die Firma unter Leitung des Enkels Karl Friedrich den zusammenlegbaren Adventstern her, der heute noch von der Firma Kraft in Buchholz produziert wird
1896 das 1896 anstelle des Vorgängerbaus errichtete Wohn-und Geschäftsgebäude ist im Wesentlichen bis heute erhalten
1916 gehört das Haus dem Kaufmann Grüneberg, der 6 Jahre später die Remise zur einem Büro umbauen lässt
1935 ein Erich Grüneberg wird aufgefordert, das weniger als 3m von der Straße entfernt liegende Gebäude mit einem Schneefang zu versehen
1933 - 1941 die ehemalige Remise nutzt die Christliche Wissenschaft als Versammlungsraum
1942 wird das feuchte, dunkle EG ohne Doppelfenster als Wohnraum vermietet
1942 - 1996 über die folgenden Jahre gibt es keine Vermerke in den Akten
1996 erwerben die "Altstadtfreunde Annaberg e.V." das Gebäude und sanieren es Schritt für Schritt im EG befinden sich der Vereinsraum und eine Töpferwerkstatt, im 1.OG ein Ausstellungsraum zur Töpferkunst, in den Etagen darüber Wohnungen
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